4. Januar 2012 15:00 Uhr

Diskussion um Fracking als Auslöser für Erdbeben

Ein leichtes Erdbeben der Stärke von 4,0 hat die Diskussion um Fracking im US-Bundesstaat Ohio neu angefacht. Unter "Fracking" versteht man eine Methode, mit der Öl und Gas aus Gestein gewonnen werden kann, das kaum durchlässig für Flüssigkeiten ist. Dazu wird zunächst ein Loch gebohrt und dann mit Sand und Chemikalien angereichertes Wasser hineingepresst, um die Bodenschätze herauszulösen.

Fracking wird vor allem in den USA angewandt - obwohl es im Verdacht steht, Erdbeben auszulösen. Die Zeitung "news24" berichtet über einen neuen Verdacht im Bundesstaat Ohio. Dort wird seit knapp zwei Jahren Schiefergas mit Fracking gefördert. Seit Beginn der Arbeiten wurden elf kleinere Erdbeben registriert.

Nach dem jüngsten Beben am Silvestertag wurden die Arbeiten unterbrochen. Wissenschaftler der Columbia Universität sehen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Beben und Fracking. Die Betreiber der Anlage halten das dagegen noch nicht für bewiesen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)