5. Januar 2012 08:42 Uhr

Klimawandel führt zu Massensterben von Robbenbabys

Die Klimaerwärmung hat an der Ostküste Kanadas ganze Generationen von Sattelrobben auf dem Gewissen. Durch die schwindende Eisdecke im Aufzuchtgebiet sterben in manchen Jahren beinahe alle Robbenbabys. Das berichten Forscher der US-amerikanischen Duke-Universität im Fachmagazin "Plos ONE". Sattelrobben bringen ihre Kinder im arktischen Treibeis zur Welt. Die Eisdecke im untersuchten Gebiet sei seit 1979 um sechs Prozent zurückgegangen. Die Population der Robben ist den Forschern zufolge aber zurzeit insgesamt noch nicht gefährdet. Das liege daran, dass es immer wieder Jahre mit genug Eis für die Tiere gebe. Wegen des wärmer werdenden Klimas sei der Fortbestand der Robben aber auf Dauer in Gefahr.

Als Grundlage für ihre Untersuchung nutzten die Forscher Statistiken zu tot aufgefundenen Robbenbabys an der Ostküste Kanadas. Sie kombinierten die Zahlen mit Satellitenbildern und Daten zu klimatischen Veränderungen im Nordatlantik.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)