5. Januar 2012 11:23 Uhr

Kognitionsforscher: Von Ekel haben Menschen großen Nutzen

Ekel kann etwas sehr Nützliches sein. Der Osnabrücker Kognitionsforscher Jason Clark nennt Ekel eine emotionale Reaktion, mit der sich Menschen vor wiederkehrenden Bedrohungen in der Umwelt schützen. Clark sagte der Deutschen Presseagentur, man könne zwei Arten von Ekel unterscheiden. Das eine sei Ekel als Basis-Emotion. Damit sei der Ekel vor Spinnen oder vor vergammeltem Essen gemeint, den alle Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen kennen würden.

Der zweite Typ umfasse kulturell vermittelte Formen von Ekel. Als Beispiele nannte Clark den Ekel vor sogenannten Sozialschmarotzern oder den Ekel vor Sex mit Familienmitgliedern. Letzterer sei mit evolutionärem Nutzen zu erklären, nämlich dem Schutz vor Inzest.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)