5. Januar 2012 14:22 Uhr

Mexiko ist 2011 gefährlichstes Land für Journalisten

In Mexiko starben im vergangenen Jahr mehr Journalisten als im Irak. Das geht aus den Zahlen des Internationalen Presse Instituts (IPI) hervor. Die Organisation gibt jährlich eine Statistik heraus über Pressemitarbeiter, die im Rahmen ihrer Arbeit ums Leben gekommen sind. Demnach starben 2011 zehn Reporter in Mexiko während der Ausübung ihres Berufs, im Irak waren es neun. Am gefährlichsten war in Mexiko die Lokalberichterstattung über Korruption und andere illegale Vorgänge. Rivalisierende Drogenbanden in dem Land sind seit Jahren ein großes Problem, im sogenannten Drogenkrieg sterben jährlich mehr als zehntausend Menschen.

Weltweit kamen im Jahr 2011 nach Angaben des IPI 103 Journalisten während ihrer Arbeit ums Leben. Das sei die zweithöchste Zahl seit Einführung der Beobachtungsliste. Nur 2009 waren es noch etwas mehr. Das IPI fordert von den Regierungen weltweit besseren Schutz für Journalisten und Rücksicht auf ihre besondere Rolle in der Gesellschaft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)