5. Januar 2012 16:38 Uhr
Man hört die Vögel zwitschern wie im Frühling bei dem milden Winter zurzeit. Allerdings ist das warme Wetter gerade für einige Vogelarten eine Gefahr. Der Landesverbund für Vogelschutz in Bayern warnt davor, dass Grünfinken besonders unter dem Wetter zu leiden hätten und zwar, weil sich bestimmte Krankheitserreger durch die Wärme außergewöhnlich gut verbreiteten. Die könnten bis zum Tod der Tiere führen. Die Finken würden apathisch und hätten Schaum vor dem Schnabel. Noch sei nicht klar, um welchen Keim es sich genau handele. Vor zwei Jahren habe es bereits ein Finkensterben gegeben, damals sei der Einzeller Trichomonas gallinae Auslöser gewesen. Diesmal könne es sich auch im eine Salmonellenart handeln.
Inzwischen gehen in bei den Vogelschützern in Bayern nach eigenen Angaben täglich zwei bis drei Anrufe mit Meldungen von toten Grünfinken ein. Das sei vergleichsweise viel. Besonders gefährlich seien für die Tiere ausgerechnet die Vogelhäuschen - weil sich dort der Kot ansammelt und besonders viele Vögel zusammenkommen, die sich infizieren.
Am Sonntag werden bundesweit Vögel gezählt. Sollten dabei deutlich weniger Finken registriert werden, müsse man Hinweisen auf ein neues Finkensterben nachgehen, fordern die Vogelschützer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)