6. Januar 2012 06:59 Uhr
Facebook wird in Großbritannien offenbar vielfach nicht nur zur Freunde-, sondern auch zur Kindersuche genutzt. Adoptionsagenturen machen sich Sorgen, dass leibliche Eltern über Facebook ihren Kindern nachstellen, die in anderen Familien aufwachsen. Etwa, wenn sie ihre Kinder nach Missbrauchsfällen abgeben mussten. Soziale Netzwerke würden es ihnen einfach machen, mit den Kindern in Kontakt zu treten.
Nach britischem Recht aber dürfen Eltern zum Beispiel in Missbrauchsfällen nicht auf die Adoptionsunterlagen ihrer Kinder zugreifen - und haben deshalb in der Regel keinen Kontakt. Den können dann nur die Adoptionsagenturen vermitteln.
Wie viele Eltern genau auf Facebook nach ihren Kindern suchen, ist nicht bekannt. Die Adoptionsagenturen wollen über ein neues System leichter mit Adoptiveltern in Kontakt treten können, um das herauszufinden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)