6. Januar 2012 08:27 Uhr
Auf 6.000 Meter Höhe oder an einer Steilwand fühlt er sich weniger gehandicapt als im Tal. Die "Frankfurter Rundschau" hat den Bergsteiger Andy Holzer interviewt - der Österreicher ist von Geburt an blind. Er hat bereits sechs der "Seven Summits", also der höchsten Berggipfel der sieben Kontinente, bestiegen. Holzer hält Sehen für maßlos überbewertet. Besser sei es, alle Sinne zu nutzen. Für ihn sei das Tasten besonders wichtig. Da er oben auf dem Berg den Boden nicht nur mit den Füßen, sondern auch mit den Händen berühre, sei es für ihn sogar einfacher als auf ebener Erde.
Holzer erzählte der "FR" auch, wonach die verschiedenen Berge riechen: Am Kilimandscharo, typisch Afrika, nach dem Rauch von Feuerstellen, exotischen Gewürzen und etwas süßlich. Auf dem Mount McKinley in Alaska nach Meer. Und in der Antarktis - nach gar nichts.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)