6. Januar 2012 10:55 Uhr

50 Jahre DLF: Chefredakteur Detjen sieht Zukunft des Radios im Herstellen von europäischer Öffentlichkeit

Wo ist der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt? Mit dieser Frage beschäftigt sich heute und morgen ein Kongress des Deutschlandfunks. Der Chefredakteur des Senders, Stephan Detjen, sagte hier bei DRadio Wissen, es gebe nicht mehr den EINEN Ort des Politischen. Das Internet zum Beispiel sei der Inbegriff ortloser Kommunikation, alles finde im Netz überall auf der Welt gleichzeitig und zeitunabhängig statt. Auch politisch gesehen lösten sich die nationalstaatlichen Grenzen von Politik auf. Detjen betonte, die Zukunft des Radios spiele sich deshalb ebenfalls grenzübergreifend ab, künftig werde eine europäische Form der Öffentlichkeit gebraucht. Wenn es dem Deutschlandfunk gelinge, Europa kompetent und umfassend in den Blick zu nehmen, habe sich der Sender den wichtigsten Teil sein Zukunft schon erschlossen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)