6. Januar 2012 10:56 Uhr
China forciert den globalen Aufstieg seiner Währung. Die "tageszeitung" schreibt, das Land lasse immer mehr Geschäfte in und mit dem Yuan bzw. Renminbi zu. Ziel sei, ihn als eine der weltweit führenden Reservewährungen zu etablieren. Das werde allerdings noch etwas dauern.
Der Ökonom Henning Vöpel rechne damit, dass China den bisher unterbewerten Yuan in den nächsten zehn Jahren tatsächlich vollständig freigibt. Davon würden alle profitieren: China selbst, weil so Importe billiger würden, auf die das Land immer stärker angewiesen sei. Den USA werde eine weitere Weltreservewährung neben dem Dollar helfen, da die US-Notenbank so wieder mehr Kontrolle über die Kapitalströme zurückgewinne. Und auch Europa werde davon profitieren, dass globale Ungleichgewichte abgebaut würden. Henning Vöpel ist Ökonom am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI).
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)