7. Januar 2012 13:14 Uhr
Experten zufolge ist die Finanzierung vieler Medienangebote in Zukunft bedroht. Bei der Tagung zu 50 Jahren Deutschlandfunk in Köln riet Tim Grieve vom US-Nachrichtenportal "politico.com" dazu, nach neuen Formen der Finanzierung zu suchen. Das seit fünf Jahren bestehende Internet-Portal ist nach seinen Worten inzwischen eine wichtige Quelle für Politiker in Washington und zieht deshalb Werbung an. Daneben finanziere sich die Webseite aber zu einem großen Teil über Spezialdienste zu Themenbereichen wie Energie oder Telekommunikation.
Paul Lewis, leitender Redakteur beim britischen "Guardian", sagte, seine Zeitung arbeite inzwischen mit privaten Stiftungen zusammen, um überhaupt noch Geld für große Rechercheprojekte zu finden. Für Lewis steht fest, dass es die herkömmliche Tageszeitung womöglich schon in zehn Jahren nicht mehr geben wird. Zu viele Informationen seien im Internet frei zugänglich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)