9. Januar 2012 06:30 Uhr
Am 9. Januar 1917, also heute vor 95 Jahren, erklärte die deutsche Militärführung die Wiederaufnahme des "uneingeschränkten U-Boot-Kriegs". Kaiser Wilhelm II. befürwortete die Entscheidung. Sie bedeutete, dass nicht nur Kriegsschiffe, sondern systematisch auch Handelsschiffe der Gegner und neutraler Staaten angegriffen werden sollten. Ziel war es, den Nachschub, insbesondere Großbritanniens, abzuschneiden. Nachdem 1915 das britische Passagierschiff "Lusitania" von einem deutschen U-Boot versenkt worden war und die USA mit Kriegseintritt drohten, hatte die deutsche Militärführung zunächst Zurückhaltung angeordnet.
Die Wiederaufnahme des "uneingeschränkten U-Boot-Krieges" 1917 gilt als große militärische Fehleinschätzung: Die Liefermenge an Großbritannien nahm nicht ab, der Kriegseintritt der USA im April gilt als weiterer entscheidender Schritt in Richtung der Niederlage Deutschlands.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)