10. Januar 2012 06:51 Uhr
Somalia ist bereits einer und Haiti droht einer zu werden. Die Rede ist von zerfallenden Staaten. Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, sagte der "Frankfurter Rundschau", ein Staat zerfalle, wenn er nicht mehr in der Lage sei, das eigene Territorium zu kontrollieren. Grundlegende Dinge wie Elektrizität oder Straßenverbindungen könnten nicht mehr bereitgestellt werden. In zerfallenden Staaten fehle es an Regierungsleistungen.
Am schlimmsten ist das laut Perthes für die lokale Bevölkerung. Die Menschen würden oft bedroht durch Bürgerkriege, Versorgunskrisen und Hunger.
Ein besonders augenfälliges Beispiel sei Haiti. Dort gebe es zwar keinen Bürgerkrieg und das Land sei auch nicht in den transnationalen Terrorismus involviert. Doch in Haiti sei das reine Versagen der staatlichen Organe zu beobachten, weswegen das Land zu zerfallen drohe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)