10. Januar 2012 08:21 Uhr

Sprachwissenschaftlerin findet Wulffs Wortwahl unwürdig

Wörter wie Krieg, Kampf oder Schlacht sind allgemein verbreitet. Doch die Häufung dieser Begriffe in der Kreditaffäre um Bundespräsident Christian Wulff findet Heidrun Kämper vom Institut für Deutsche Sprache in Mannheim auffällig. Dass Wulff Worte wie "Krieg" benutze sei ein Zeichen dafür, wie er seine Situation sehe und einschätze. Die Wortwahl sei menschlich verständlich. Als Bundespräsident müsse man aber anders damit umgehen, da eine solche Wortwahl auch als Drohung empfunden werden könne.

Kämper sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass solche Formulierungen nicht eines Bundespräsidenten würdig seien. Die Würde des Amtes gebiete es, so sachlich wie möglich zu bleiben. Außerdem gebe es Alternativen in der deutschen Sprache.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)