10. Januar 2012 11:25 Uhr

Chinas Behörden wollen Stammzelltherapien besser kontrollieren

Der Markt mit Stammzellbehandlungen in China boomt - und das, obwohl die Therapien meist nicht genehmigt sind. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldet, wollen die Behörden dem Einhalt gebieten und haben alle Anfragen für neue Stammzell-Programme auf Eis gelegt, vorerst bis Juli.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters ist das Problem in China allgegenwärtig: Immer mehr Kliniken böten solche Therapien an - und viele todkranke Patienten zahlten tausende oder sogar zehntausende Dollar für eine Behandlung, deren Nutzen nicht erwiesen und deren Schädlichkeit wahrscheinlich sei.

Einer Stammzelltherapie liegt die Hoffnung zugrunde, dass sich solche undifferenzierten Zellen zu genau den spezialisierten Zellen weiterentwickeln, die bei dem Patienten geschädigt sind. Stammzellen besitzen allerdings eine beängstigende Eigenschaft: Sie können sich unbegrenzt teilen - und das ist auch ein charakteristisches Merkmal von Krebszellen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)