10. Januar 2012 11:51 Uhr

Salman Rushdie weist Forderung nach Einreiseverbot für Indien zurück

Der britische Schriftsteller Salman Rushdie lässt sich so schnell nicht einschüchtern. Auf die Forderung von Islamisten nach einem Einreiseverbot für Indien twitterte der in Mumbai geborene Autor, er brauche kein Visum, um sein Heimatland zu besuchen. Rushdie ist in Jaipur zu einem Literaturfestival eingeladen.

Die Zeitung "The Times of India" vermutet als Hintergrund der Forderung die anstehenden Wahlen im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Dort hatte es im vergangenen Jahr Unruhen zwischen Traditionalisten und Reformern gegeben.

Salman Rushdie kennt die Reaktionen von radikalen Islamisten auf seine Person und sein Tun: Nach der Veröffentlichung seines Buches "Die satanischen Verse" 1988 versteckte er sich zehn Jahre lang. Der damalige spirituelle Führer Ayatollah Ruhollah Khomeini hatte dazu aufgerufen, ihn wegen angeblicher Blasphemie gegen den Islam zu töten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)