10. Januar 2012 13:58 Uhr
Für Didi Hallervorden ist gerade Schluss mit lustig. Als Theaterintendant hat er Rassismus-Vorwürfe zurückgewiesen. Auf der Facebook-Seite wird dem Berliner Schlosspark-Theater unter Dieter Hallervordens Leitung vorgeworfen, sich über Schwarze lustig zu machen. Dort läuft seit Samstag das Stück "Ich bin nicht Rappaport", in dem der weiße Schauspieler Joachim Bliese geschminkt einen Schwarzen spielt. Kritiker fühlen sich dadurch an das sogenannte "Blackface" erinnert - eine rassistische Tradition aus dem 19. Jahrhundert, als sich weiße Schauspieler das Gesicht schwarz anmalten und sich mit Klischees über Schwarze lustig machten.
Dieter Hallervorden erklärte, für Rassismus sei in seiner Gedankenwelt absolut kein Platz. Weder er noch sein Hauptdarsteller machten sich über schwarze Mitbürger lustig. Er riet seinen Kritikern, sich das Stück anzusehen, es biete keinen Raum für Rassismus.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)