10. Januar 2012 14:56 Uhr

Medienpsychologe: Flut der Bilder verändert unsere Lernfähigkeiten

Bilder gerne, aber bitte in Maßen!

Diese Forderung stellt der Stuttgarter Medienpsychologe Ronald Mangold an wissenschaftliche Arbeiten und Vorträge. Im Interview mit DRadio Wissen betonte Mangold zwar die Vorteile von Bildern: Sie könnten zum Beispiel Abläufe visualisieren und Emotionen hervorrufen. Wer aber eine Argumentationskette oder eine philosophische These verstehen wolle, komme um einen Text nicht herum.

Mangold zufolge verändert der massive Einsatz von Bildern unsere Fähigkeit zu Lernen. Texte seien komplizierter zu begreifen als Bilder, dafür behalte man bei der Rezeption eines Textes aber auch mehr. Heutige Studenten hätten zum Teil schon verlernt, sich mit einer Argumentation auseinanderzusetzen, weil die Aufmerksamkeit zu schnell nachlasse.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)