11. Januar 2012 13:22 Uhr

Sanierte Stasizentrale in Berlin wiedereröffnet

Hier liefen früher alle Fäden zusammen.

Die ehemalige Zentrale der DDR-Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg ist nach der Sanierung offiziell wiedereröffnet worden. Sie wurde für elf Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II saniert.

In der Stasizentrale arbeiteten früher bis zu 7.000 hauptamtliche Geheimdienstler für die DDR-Staatspartei SED. Insgesamt gab es 280.000 Mitarbeiter. Der Gebäudekomplex in Berlin-Lichtenberg umfasst rund 22 Hektar - das ist halb so groß wie der Vatikan. Erhalten blieben 111 Regal-Kilometer Unterlagen, dazu 1,6 Millionen Fotos, Dias und Negative. Zerrissene Stasi-Papiere, die vor der Vernichtung gerettet wurden, lagern in rund 15.500 Säcken.

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, will das Gebäude zu einem "Campus der Demokratie" machen. Dort sollen sich Besucher über das Wirken der Stasi informieren und unter anderem das erhaltene Büro von Stasi-Chef Erich Mielke besichtigen können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)