12. Januar 2012 08:23 Uhr

Etymologie: "Nicht viel Federlesen mit jemandem machen"

Und jetzt werfen wir noch einen Blick ins Herkunftswörterbuch und schauen - passend zum Tagesthema "Huhn" - woher eigentlich der Ausdruck kommt: "Nicht viel Federlesen machen": Die Wendung bedeutet soviel wie "nicht zaudern" oder "keine Umstände machen" und leitet sich vermutlich aus dem spätmittelhochdeutschen Ausdruck für "Schmeichelei" ab. Wer damals jemandem schmeicheln wollte, tat dies durch "vederlesen" oder "vederklüben". Das wiederum bedeutete eigentlich das eifrige Sammeln anfliegender Federn von der Kleidung höhergestellter Personen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)