12. Januar 2012 14:32 Uhr
Manchen gelten sie als Sicherheitsrisiko. Schwule Geheimagenten seien leichter erpressbar, behauptete zum Beispiel jahrzehntelang der britische Inlandsgeheimdienst MI5. Das war ein Grund, keine Homosexuellen zu beschäftigen. Jetzt taucht der MI5 erstmals auf der Liste der schwulenfreundlichsten britischen Arbeitgeber auf - allerdings nur auf Platz 62.
Ganz oben steht diesmal die Beraterfirma Ernst & Young. Gleich dahinter folgt das britische Innenministerium. Die Liste wird jedes Jahr von der Organisation "Stonewall" veröffentlicht. Sie setzt sich für die Rechte von Schwulen und Bi-Sexuellen ein und befragte für die Rangliste mehr als 7.500 Arbeitnehmer.
Der Name der Organisation geht auf eine Reihe von gewalttätigen Konflikten zwischen Homosexuellen und Polizisten in New York zurück. Sie begannen im Juni 1969 mit einer Razzia in der Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street im Greenwich Village. Erstmals widersetzte sich damals eine große Gruppe Homosexueller ihrer Verhaftung. An dieses Ereignis erinnern jedes Jahr auch die weltweiten Paraden zum Christopher Street Day.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)