16. Januar 2012 06:27 Uhr
"Möglicherweise wird am Ende der Krise ein stärkeres Europa stehen, mit einer echten Bürgerschaft, mit einer eigenen Demokratie." Das meint der britische Politikwissenschaftler und Soziologe Colin Crouch zur Lage der Europäischen Union. Crouch sagte der "Frankfurter Rundschau", damit sich die Lage verbessere, müsse wahrscheinlich erst alles noch schlechter werden. Dann könne es einen regulierten Finanzmarkt geben.
Zur Zeit gebe es aber einen Zerfall in den demokratischen Institutionen. Erste Reaktionen des Volkes auf diese postdemokratische Welt seien soziale Bewegungen wie "Occupy Wall Street".
Crouch argumentiert außerdem, zwar habe Deutschland "eine gute Rolle in der Weltpolitik in den letzten Jahrzehnten gespielt". Gleichzeitig hätten die Deutschen aber noch immer nicht verstanden, dass es ihnen ohne die EU und den Euro schlechter gehen würde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)