16. Januar 2012 08:54 Uhr
Eine Motorpanne im Weltraum wurde ihr zum Verhängnis: Die russische Raumsonde "Phobos Grunt" wurde vom Kurs abgebracht und stürzte unkontrolliert zurück zur Erde. Die Teile, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht verglühten, fielen gestern Abend in den Südpazifik, wie ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums mitteilte.
Nach Schätzungen der europäischen Raumfahrtorganisation Esa handelte es sich um Trümmerteile von 200 bis 300 Kilogramm Gewicht. In dem Messgerät der Sonde habe sich zwar auch radioaktives Kobalt befunden, aber nur einige Mikrogramm. Diese geringe Menge sei "absolut unbedeutend" und ungefährlich, so ein Sprecher.
Eigentlich sollte die 120-Millionen-Euro-teure Sonde Richtung Mars fliegen und dort den Mond Phobos erforschen. "Phobos-Grunt" war im November ins All gestartet. Wegen technischer Probleme kam die Sonde nicht über die Erdumlaufbahn hinaus und kreiste in immer engeren Bahnen um unseren Planeten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)