16. Januar 2012 10:26 Uhr
In den vergangenen Jahren sahen sich Muslime mit ihrer religiösen Praxis häufig "in die Hinterhöfe abgedrängt". Das sagte der Rektor der Universität Tübingen, Bernd Engler, anlässlich der Eröffnung des bundesweit ersten Zentrums für islamische Theologie an seiner Hochschule. Engler sprach sich im "Deutschlandfunk" dafür aus, die religiösen Empfindungen von Muslimen ernster zu nehmen. Viele seien viel offener, als man gemeinhin annehme.
Engler betonte, die Zeit sei "mehr als reif" für die Ausbildung islamischer Geistlicher in Deutschland. Allerdings diene der Tübinger Studiengang keinesfalls nur der Ausbildung von Imamen. Vielmehr sollten die Studenten auf verschiedene Tätigkeiten vorbereitet werden, etwa als Religionslehrer, im Sozialwesen oder in den Medien.
Der neue Bachelor-Studiengang "Islamische Theologie" an der Universität Tübingen dauert acht Semester. Drei weitere islamische Zentren an anderen deutschen Standorten sollen noch in diesem Jahr eröffnet werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)