16. Januar 2012 15:22 Uhr
So beschreibt Wladimir Srilin vom Nationalparkamt in Rybachij die Lage an der Kaliningrader Bernsteinküste. Bis zu fünf Meter hohe Sturmwelle hatten in den letzten zwei Wochen die Strände verwüstet und Steilküsten unterspült. Nach Angaben des Nationalparkamtes ist eine wichtige Vordüne durch die Orkane fast zur Hälfte abgetragen worden. Sie schütze die Kurische Nehrung vor der extrem starken Sturmbrandung der Ostsee. Die Nehrung ist eine Binnenlagune, die gut dreimal so groß ist wie der Bodensee. Sie gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Srilin zufolge muss die Düne möglichst schnell wieder aufgeschüttet und in Kontur gebracht werden. Sonst drohe sie zu brechen.
Die vier Sturmfronten der letzten zwei Wochen waren die schwersten seit mehr als 20 Jahren. Sie verursachten Schäden in Höhe von rund fünf Millionen Euro.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)