17. Januar 2012 06:51 Uhr

Gehirn stellt sich nach Armbruch zügig um

Sich als Rechtshänder die rechte Hand zu brechen ist lästig. Aber glücklicherweise kann man sich auf sein Gehirn verlassen. Denn das stellt sich offenbar recht zügig um. Das haben Wissenschaftler von der Universität Zürich herausgefunden. Wie sie in dem Fachmagazin "Neurology" schreiben, baut das Gehirn gezielt in den Regionen Hirnsubstanz auf, die für die Steuerung der unverletzten Hand verantwortlich sind.

Die Forscher untersuchten für ihre Studie zehn Probanden, die wegen einer Verletzung am rechten Arm zwei Wochen lang mit links Zähne putzen, Schuhe zubinden oder das Brot schmieren mussten. Nach zwei Wochen hatte sich die Feinmotorik der linken Seite deutlich verbessert.

Außerdem stellten die Wissenschaftler fest: In den motorischen und sensorischen Bereichen der rechten Hirnhälfte, die für die Steuerung der linken Hand zuständig sind, hatten die Versuchsteilnehmer deutlich mehr Hirnsubstanz aufgebaut. Die andere Seite hatte sich dagegen etwas zurückgebildet.

Die Forscher raten deshalb, verletzte Körperteile nur so kurz wie nötig zu schonen, um den Abbau der Hirnsubstanz zu vermeiden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)