17. Januar 2012 11:54 Uhr
Wenn man die Gehirne von Boxern untersucht, findet man teilweise Veränderungen, die auch bei Alzheimer auftreten. Das sagte der Neurologe und Psychiater Hans Förstl hier bei DRadio Wissen. Wenn Boxer über lange Jahre hinweg im Ring stünden und Schläge abbekämen, seien Folgen für das Gehirn nicht auszuschließen. So könne es dazu kommen, dass sich nach einem Hieb auf den Kopf der Hirnstamm verdrehe, woraufhin der Angegriffene das Bewusstsein verliere. Pralle die Faust gerade auf den Schädel, entstünden unmittelbar Blutungen, so Förstl. Gleichzeitig hinterlasse jeder Schlag ein Trauma im Gehirn, das längerfristig Mechanismen wie bei Alzheimer- oder Parkinson-Patienten auslöse.
Neben American Football und Eishockey hält der Wissenschaftler den Boxsport für eine der gefährlichsten Sportarten. Denn in erster Linie gehe es darum, den Gegner zu schädigen und K.O. zu schlagen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)