17. Januar 2012 14:22 Uhr
Aus Hefe, Sauerstoff und Licht entsteht ein Wirkstoff gegen Malaria. Chemiker der Freien Universität Berlin und des Max-Planck-Instituts in Potsdam haben eine neue Methode entwickelt, um Medikamente gegen Malaria billiger und in größeren Mengen herzustellen. Wie sie in der Fachzeitschrift "Angewandte Chemie" schreiben, ist es ihnen gelungen, den Wirkstoff Artemisinin mit Hilfe gentechnisch veränderter Hefe zu erzeugen. Dafür schickten sie die Hefe durch einen dünnen Schlauch, den sie um eine Lampe mit ultraviolettem Licht wickelten und setzten Sauerstoff hinzu.
Bisher wird Artemisinin ausschließlich aus Pflanzen, dem einjährigen Beifuß, gewonnen. Das ist wesentlich aufwendiger und damit teurer. Zudem schwankt der Preis für das Medikament stark, weil der einjährige Beifuß je nach Jahreszeit mehr oder weniger gut verfügbar ist.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)