17. Januar 2012 14:22 Uhr

Nach Unglück der "Costa Concordia": WWF warnt vor Ölkatastrophe

Das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" ist mitten in einem italienischen Meeresschutzgebiet verunglückt. Deshalb warnt die Umweltschutzorganisation WWF vor unabsehbaren Folgen, falls der Treibstoff des Schiffes auslaufen sollte. Der Leiter des WWF-Ostseebüros in Stralsund, Jochen Lamp, sagte der Deutschen Presseagentur, in den Tanks des havarierten Luxusliners befänden sich etwa 2.400 Tonnen Schweröl. Für die Küsten wäre die Verbreitung des Öls eine Katastrophe, ebenso für die Tierwelt.

Das Pelagos-Schutzgebiet sei das wichtigste Reservat für Wale im Mittelmeer. Dort hätten Delfine, Pott- oder Finnwale ihr Haupt-Nahrungsgebiet, betonte Lamp. Deshalb müsse alles daran gesetzt werden, ein Austreten des Öls ins Meer zu verhindern.

Ähnlich äußerte sich auch der Naturschutzbund NABU. Dessen Meeresschutzexperte Kim Detloff sagte außerdem, Schiffskatastrophen der Vergangenheit hätten gezeigt, dass es praktisch unmöglich sei, alles austretende Öl abzufangen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)