17. Januar 2012 15:21 Uhr
Die russische Raumsonde "Phobos-Grunt" soll noch einmal abstürzen.
Jedenfalls in einer Simulation. So will die staatliche Untersuchungskommission in Russland herausfinden, was dazu geführt hat, dass die Mission fehlgeschlagen ist. Die Raumsonde "Phobos-Grunt" war ins All gestartet, um einen Marsmond zu erforschen. Allerdings kam sie nicht über die Erdumlaufbahn hinaus. Ihre Trümmer fielen nach jetzigen Kenntnissen Sonntag Abend rund 1.200 Kilometer südlich von Chile ins Meer.
Nun soll in einem aufwändigen Experiment analysiert werden, ob eine US-Radarstation auf den Marshall-Inseln die Marsmond-Sonde zum Absturz gebracht haben könnte. Dazu sollen Messgeräte, wie sie auch an Bord des Flugkörpers waren, testweise Radar-Strahlung ausgesetzt werden.
Der russische Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin hatte gestern gefordert, die Raumfahrtbehörde Roskosmos solle bis zum 31. Januar Gründe für die Havarie vorlegen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)