18. Januar 2012 08:51 Uhr
Menschen können heutzutage in wenigen Tagen das schaffen, wofür die Erde 800 Millionen Jahre gebraucht hat. Diese These stammt von Thomas Scheper von der Leibniz Universität Hannover. Er sagte "DRadio Wissen", die Erde hätte lange Zeit mit simpelster Chemie vor sich hin experimentiert, bis das erste Lebewesen entstanden sei. Wir Menschen hätten in den letzten Jahren so viel gelernt, dass wir diese Zeit mit Wissen und Geld ersetzen könnten. Dadurch sei es mittlerweile möglich, synthetisch Leben zu schaffen.
Ein Ziel ist nach Angaben des Chemikers zum Beispiel, Organismen zu entwickeln, die CO2 binden können. Das sei an sich eine gute Sache, aber auch ein Eingriff in die Natur. Es sei typisch Mensch den Wunsch zu haben, die Natur besser zu machen. Dafür werde die Erde aber auch ausgenutzt.
Scheper hält heute einen Vortrag zu dem Thema in der Reihe "Blicke auf die Zeit". In der Ringvorlesung werden Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammengebracht, die etwas zum Thema Zeit zu sagen haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)