19. Januar 2012 06:52 Uhr
Die Hälfte aller Abtreibungen weltweit gilt als medizinisch unsicher. Das geht aus einer Studie des Guttmacher-Instituts und der Weltgesundheitsorganisation hervor. Diese gefährlichen Eingriffe erfolgen demnach fast ausschließlich in Entwicklungsländern. So seien in Lateinamerika und Afrika zwischen 95 und 97 Prozent der Schwangerschaftabbrüche unsicher.
Nach jahrelangem Rückgang sinkt die Zahl der Abtreibungen nicht mehr weiter. Die weltweit höchste Quote hat den Forschern zufolge Lateinamerika. Dort ließen 32 von 1.000 Frauen im gebärfähigen Alter eine Abtreibung vornehmen. In Westeuropa liege die Quote deutlich niedriger mit 17 Abtreibungen pro 1.000 Frauen. Alle Zahlen gelten für das Jahr 2008.
Die Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang zwischen den Abtreibungsraten und einem Rückgang beim Benutzen von Verhütungsmitteln. Außerdem gebe es mehr Abtreibungen in Ländern, die restriktive Gesetze auf diesem Gebiet hätten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)