19. Januar 2012 08:23 Uhr
Bis Ende Dezember hatte Polen die EU-Ratsräsidentschaft inne. Der Politikwissenschaftler Kai-Olaf Lang hat die Zeit analysiert und meint sie zeige vor allem einen Sachverhalt: Ein Vorsitz könne in vielerlei Hinsicht effizient und weitgehend fehlerlos agieren und dennoch wenig erreichen. Das sei auf der einen Seite zwar ernüchternd. Der Forscher sieht das für Polen und seine Position in der EU aber durchaus positiv. So hätten die Polen zeigen können, dass ihre während der EU-Ratspräsidentschaft abgehaltenen Parlamentswahlen sich nicht negativ auf die Führung der Amtsgeschäfte auswirkten.
Das Land habe sich entschlossen für "mehr Europa" und gegen innere Spaltungen eingesetzt. Deswegen gehe Polen aus der Ratspräsidentschaft als Bannerträger der Einheit und Gemeinschaftlichkeit heraus.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)