19. Januar 2012 09:23 Uhr

Kontrolle chinesischer Mikroblogger wird ausgeweitet

Zensur gibt es in China noch immer nicht genug. Dieser Meinung ist offenbar die Regierung in Peking. Seit Ende vergangenen Jahres hat sie chinesische Internetnutzer in Peking, Shanghai und der Provinz Guangdong bereits dazu verpflichtet, beim Anlegen eines Mikroblogs ihren echten Namen zu benutzen. Bisher gilt diese Regelung allerdings ausschließlich für neu angelegte Nutzerkonten. Ein Mitglied der Regierung erklärte jetzt, die Verpflichtung zu Klarnamen werde auf alle Nutzer ausgeweitet.

In den vergangenen Monaten hat China die Schlinge um seine Internetnutzer immer weiter zugezogen. Die Regierung befürchtet, dass über die Mikroblogs Informationen verbreitet werden könnten, die sie nicht kontrollieren kann.

Beobachtern zufolge haben sich die Mikroblogs neben den sozialen Netzwerken zu dem Forum entwickelt, in dem sich die öffentliche Meinung in China ausdrückt. In maximal 140 Schriftzeichen beschwerten sich die Mikroblogger beispielsweise über korrupte Politiker.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)