19. Januar 2012 10:22 Uhr
Die Küste vor Somalia ist alles andere als ein ruhiges Gewässer.
Dem Jahresbericht des Internationalen Schifffahrtsbüros zufolge waren somalische Piraten im letzten Jahr für mehr als die Hälfte aller Überfälle von Piraten weltweit verantwortlich. 236 der 439 Angriffe hätten sich vor der Küste Somalias ereignet. Eine weitere Risikoregion entstehe momentan am Golf von Guinea vor Ostafrika. Besonders bedenklich sei hier, dass viele Übergriffe nicht offiziell gemeldet würden.
Insgesamt ist die Zahl der Piratenüberfälle weltweit leicht zurück gegangen, erstmals seit vier Jahren. Das Internationale Schifffahrtsbüro begründet das mit dem verstärkten Einsatz internationaler Seestreitkräfte. Außerdem setzten die Reedereien immer mehr auf private Sicherheitsdienste an Bord. Trotzdem seien im letzten Jahr zehn Besatzungsmitglieder getötet worden.
Das Internationale Schifffahrtsbüro ist eine NGO mit Sitz in London.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)