19. Januar 2012 17:34 Uhr

Schweiz: Selbstanzeige von Steuersündern bringt Millionen ein

Die Schweizer werden ihre Sünden gerne los. Aber Ablass zahlen sie dafür nicht. Wie die Nachrichtenagentur "sda" bekannt gab, haben sich in diesem Jahr über 4.500 Steuersünder selbst angezeigt. Das sind zwar weniger als im vergangenen Jahr. Trotzdem meldeten sich bei den Behörden aber dreimal so viel Steuersünder wie vor 2010 - davor war die Selbstanzeige noch mit einer Strafe verbunden. Jeder Schweizer kann seitdem einmal in seinem Leben von der Amnestie Gebrauch machen und muss dann die Steuern und Zinsen für höchstens zehn Jahre nachzahlen.

Die Altsteuern brachten dem Schweizer Staat insgesamt rund 250 Millionen Franken, umgerechnet 200 Millionen Euro, ein. Besonders viele Selbstanzeigen gab es in den Kantonen Zürich und Tessin. Die höchste unversteuerte Summe lag bei 28 Millionen Franken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)