20. Januar 2012 10:26 Uhr
Eigentlich wollte Russlands Präsident Dmitri Medwedew vieles leichter machen, als er entschied, die Sommerzeit abzuschaffen.
Nun, im ersten Winter in dem die Uhren nicht zurückgestellt wurden, beklagen sich viele Russen. Sie schimpfen über Schwierigkeiten beim Aufstehen, Depressionen wegen der langen Dunkelheit und Probleme mit technischen Geräten. Besonders Smartphones und Computer, die sich heute automatisch umstellen, machten Probleme. Die Psychologen erklären, durch die fehlende Zeitumstellung werde der Gleichklang zwischen innerer biologischer und äußerer gesellschaftlicher Uhr zerstört.
Doch warum machen den Russen 60 Minuten so stark zu schaffen? Wissenschaftler sagen, Russland sei seiner natürlichen Zeit jetzt zwei Stunden voraus. Das hänge mit mehreren Zeitumstellungen im vergangenen Jahrhundert zusammen.
Ministerpräsident Wladimir Putin kündigte an, die Zeitumstellung noch einmal prüfen zu lassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)