20. Januar 2012 13:20 Uhr
Die österreichische Hauptstadt ist unter anderem bekannt für ihre Tanzveranstaltungen wie den Wiener Opernball. Eine davon sorgt jetzt allerdings für Ärger: der Ball des Wiener Korporationsringes, hinter dem rechtsgerichtete Burschenschaften stehen. Unter anderem die Initiative "Jetzt Zeichen setzen!" kritisiert, der Ball solle ausgerechnet am internationalen Holocaust-Gedenktag in einer Woche stattfinden.
Die Proteste haben auch die Unesco erreicht. Wie deren österreichische Kommission mitteilte, wurden nun alle Wiener Bälle aus dem Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes gestrichen. Die Schrifstellerin Elfriede Jelinek forderte den Rücktritt des kompletten österreichischen Unesco-Komites. Sie sagte dem "Standard", der WKR-Ball sei eine skandalöse Veranstaltung. Er dürfe nicht zur Liste des Kulturerbes gehören.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)