20. Januar 2012 13:51 Uhr

Wissenschaftler suchen Ursache für federpickende Hühner

Die Forscher nennen es eine Vorstufe des Kannibalismus. Manche Hühner picken sich gegenseitig die Federn vom Leib. In großen Ställen sterben dadurch bis zu 20 Prozent mehr Tiere als normal.

Doch die Wissenschaft rätselt, woran das genau liegt. Manche Forscher glauben, dass die Hühner mehr Eiweiß suchen - denn in der Natur fressen sie auch Regenwürmer. Das Phänomen lässt sich allerdings nicht durch proteinreicheres Futter aufhalten. Mehrere Forscherteams untersuchen jetzt zwei weitere mögliche Gründe - sie glauben, einige Tiere könnten genetisch auf das Federpicken programmiert sein oder eine Veranlagung zur Hyperaktivität haben. Wenn sich das bestätigt, könnten Landwirte die gefährdeten Tiere aussortieren.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt für drei Jahre mit mehr als einer halben Million Euro.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)