20. Januar 2012 14:53 Uhr

Frühwähler in den USA verschenken laut Studie oft ihre Stimme

Was in Deutschland undenkbar ist, geht in den USA: Dort können Bürger schon Wochen vor einer Wahl ihre Stimme an einem Automaten etwa im Einkaufszentrum abgeben. Eine Studie amerikanischer Forscher verdeutlicht nun die Risiken dieser sogenannten Komfortwahl. Denn während der Präsidentschafts-Vorwahlen in den Bundesstaaten geben oft Kandidaten vorzeitig auf. Die Wissenschaftler schreiben, eine Stimme für einen solchen Bewerber sei eine verschenkte Stimme. Damit stehe die Rechtmäßigkeit der Wahlen in Frage, meint Paul Gronke vom "Election Law Journal", in dem die Untersuchung erschien.

Nach Angaben der US-Botschaft in Berlin nutzt jeder fünfte Amerikaner die Möglichkeit zur Frühwahl, die auch die Briefwahl umfasst. Ursprünglich wurde die Komfortwahl eingeführt, um mehr Menschen zur Stimmabgabe zu bewegen. Auch diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Das belegt bereits eine Studie aus dem Jahr 2008.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)