20. Januar 2012 16:21 Uhr
Nicht nur bei uns sind die Kandidaten für den "Eurovision Song Contest" ein Thema für Diskussionen. Auch in der Türkei. Dort sorgt die Nominierung des 24-jährigen Can Bonomo für Aufregung - denn er ist kein Moslem, sondern bezeichnet sich als Angehöriger der sephardischen Juden, deren Vorfahren im 15. Jahrhundert aus Spanien flohen.
Zahlreiche islamische Vertreter kritisierten die Entscheidung, den Musiker für die Türkei nach Baku zu schicken. Bonomo selbst hatte erklärt, Kunst habe keine Religion und sein Glauben sei seine Privatsache. Doch die Diskussion könnte noch weiter anhalten: Laut Medienberichten hat der Musiker bisher noch nicht entschieden, ob er in Baku auf Türkisch oder Englisch singen will.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)