22. Januar 2012 14:12 Uhr
"Private equity"-Unternehmen haben einer Studie zufolge ihren schlechten Ruf als "Heuschrecken" zu Unrecht.
Diesen Kapitalgebern wird häufig vorgeworfen, sie übernähmen verschuldete Firmen und pressten aus ihnen die letzten Werte heraus, bevor sie sie wieder verkauften und in den Bankrott schickten. Ein Finanzwissenschaftler der Universität von Virginia untersuchte mehr als 2.000 Übernahmen. Sein Ergebnis: Wenn man alle Variablen berücksichtigt, verschulden sich von "Private equity"-Kapitalgebern gekaufte Unternehmen nicht mehr als andere. Der Forscher sagt, dass sie sogar vom Knowhow der "Private equity"-Kapitalgeber profitierten: Im Fall einer Insolvenz kämen sie um 30 Prozent schneller durch den ganzen Prozess - und hätten eine höhere Chance, nach der Insolvenz wieder ein gesundes und unabhängiges Unternehmen zu werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)