23. Januar 2012 08:13 Uhr

Früherer SPD-Minister fordert gemeinsame EU-Steuerpolitik

Bei der Diskussion über eine europäische Sparpolitik fehlt der Aspekt einer gemeinsamen Steuerpolitik. Das kritisiert der frühere SPD-Minister Erhard Eppler in der "Süddeutschen Zeitung". Er schreibt, wenn es in der EU um Fiskalpolitik gehe, schauten alle nur auf die Ausgaben, aber nicht auf die Einnahmen - also die Steuern.

Dabei liefern sich laut Eppler die EU-Staaten einen ruinösen Wettbewerb um die niedrigsten Unternehmenssteuern. Als Irland unter den Rettungsschirm geschlüpft sei, hätten nur wenige gefordert, dass das Land seine lächerlich geringen Unternehmenssteuern erhöhen müsse. Und der Versuch sei gescheitert.

Eppler schreibt, ohne eine gemeinsame EU-Steuerpolitik hätte auch eine Finanztransaktionssteuer keine Chance.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)