23. Januar 2012 08:42 Uhr

Britische Anatomin kritisiert "Geek"-Imagepflege von Wissenschaftlern

Die Menschen sollten sich nicht schon im Alter von 16 Jahren entscheiden müssen, ob sie Künstler oder Forscher sind. Das findet die britische Anatomin Alice Roberts. Sie übernimmt an der Universität Birmingham die erste Professur für den Öffentlichen Wissenschaftsdialog.

Roberts sagte der Zeitung "The Telegraph", deswegen gefalle ihr eine Ausbildungsform aus der Schweiz besser als das klassische britische A-Level-System. Beim "International Baccalaureate Diploma" müssten die Schüler eine breitere Auswahl von Fächern belegen - das mache sie zu vollständigeren Persönlichkeiten und bereite sie häufig besser auf ein Studium vor.

Die Naturwissenschaftlerin kritisierte auch Kollegen, die ein Image als schrulliger "Geek" pflegten. Das sei nicht sehr hilfreich, weil es viele Menschen von der Wissenschaft abschrecke.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)