23. Januar 2012 09:26 Uhr

"Press TV" wehrt sich gegen Lizenzverlust in Großbritannien

Der staatliche iranische Sender "Press TV" will sich nicht verbieten lassen.

Die britische Medienbehörde hatte dem Sender ein Bußgeld auferlegt und die Lizenz entzogen. Vorstandschef Mohammad Sarafraz kritisierte das als "schlimmste Entscheidung zum schlimmsten Zeitpunkt". Er sagte, sein Sender sei nur deshalb bestraft worden, weil die Redaktion Verbrechen der britischen Regierung entlarvt habe. "Press TV" sieht sich selbst als Gegenstimme zur westlichen Propaganda. Der Westen hält dagegen, der staatliche iranische Sender verbreite selbst Regierungspropaganda.

Die Beziehungen zwischen dem Iran und Großbritannien sind angespannt - zum einen wegen der aktuellen Sanktionen, zum anderen wegen eines Überfalls auf die britische Botschaft in Teheran im November.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)