23. Januar 2012 09:28 Uhr
Eigentlich gelten sie als trocken und systematisch.
Wenn man genauer hinschaut, verraten sie aber einiges über die historische, gesellschaftliche und politische Entwicklung in der Türkei: Wörterbücher und Sprachlehrbücher. Wie die "Frankfurter Allgemeine" schreibt, spiegelt kaum eine Sprache in so kurzer Zeit eine derart tiefgreifende Veränderung wider wie das Türkische.
Zur Zeit des Osmanischen Reiches setze es sich noch aus dem Türkischen, dem Persischen und dem Arabischen zusammen. Mit dem türkischen Nationalstaat sei dann ein "echtes Türkisch" geschaffen worden. 1923 verschwanden daher viele persische und arabische Elemente. In den 40er Jahren habe man dann die arabische Schrift abgeschafft und das lateinische Alphabet eingeführt, um die Nähe zu Europa zu demonstrieren. Laut "FAZ" erlebte das alte Osmanische seit Ende der 90er wieder eine Renaissance: ein Vorbote der Rückbesinnung auf den Islam, das Osmanische Reich und die Zeit der aktuellen AKP-Regierung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)