23. Januar 2012 13:24 Uhr

Übersetzungsfehler in der Jobs-Biografie laden zum Schmunzeln ein

Industriegebiet oder Pornozentrum? Wenn es schnell gehen muss, nehmen es manche Übersetzer nicht so genau. Das beklagt der deutsche Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer, und bezieht sich dabei auf die Erstausgabe der Biografie von Apple-Mitgründer Steve Jobs. Im ersten Kapitel wird darin das Silicon Valley beschrieben, das - Zitat - "gerade lernte, wie man Silikon in Gold verwandelt". Nur, dass eigentlich Silizium gemeint ist, der beliebte Halbleiter in der Computerindustrie. Mit dem "Silikon-Tal" ist in den USA meistens eher eine Gegend gemeint, in der Pornofilme produziert werden.

Als Grund für den Fehler gibt der Verband den großen Zeitdruck für die Übersetzung an, die noch vor dem Weihnachtsgeschäft fertig sein sollte. Parallel hätten sechs Übersetzer an dem Werk gearbeitet. Die Fehler gehen übrigens noch weiter. Unter anderem ist in dem Buch zu lesen, wie Jobs zum Spaß den Stuhl einer Lehrerin mit Sprengstoff in die Luft jagt - zu englisch mit einem "explosive". Hoffentlich war es wohl eher ein Knaller.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)