24. Januar 2012 08:54 Uhr

Afghanischer Student will Zahl 39 von Aberglauben befreien

Die Zahl 39 ist böse. Dieser Ansicht sind viele Afghanen. Warum das so ist und warum er etwas dagegen tun will, erklärt der Student Wais Barakzai in der "Süddeutschen Zeitung". Der 21-jährige Kabuler meint: der Aberglaube beruhe darauf, dass viele Afghanen die 39 mit Prostitution verbänden. Es habe angeblich einmal einen Zuhälter gegeben, der ein Auto mit diesem Kennzeichen besessen und in einem Appartement mit dieser Nummer gewohnt habe.

Deswegen wolle jetzt niemand mehr die 39 in der Haus- oder Telefonnummer haben. Selbst die Stammeskonferenz, die Loja Dschirga, habe die Zahl der Arbeitsgruppen von 40 auf 41 erhöht, um die Gruppe 39 abzuschaffen.

Barakzai will den Menschen nach eigenen Angaben vermitteln, dass die Zahl ganz normal und nicht so schlimm ist. Er erkläre ihnen zum Beispiel, dass es im Koran auch eine Sure 39 gebe. Außerdem verteile er Aufkleber und habe eine Facebook-Gruppe gegründet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)