25. Januar 2012 06:25 Uhr
Heute vor 130 Jahren, also am 25. Januar 1882, wurde die britische Schriftstellerin Virginia Woolf geboren. Sie gilt als eine der bedeutendsten Erzählerinnen des 20. Jahrhunderts und als Mitbegründerin der modernen Literatur. Das liegt an ihren experimentellen Romanen. Darin arbeitete sie wie James Joyce mit dem "stream of consciousness", einer Erzähltechnik, bei der weniger ein äußeres Geschehen beschrieben wird, sondern ungeordnete Vorstellungen oder Gedanken einer Romanfigur. Beispiele sind Woolfs Werke "Mrs Dalloway" oder "Zum Leuchtturm".
Ihren ersten Roman veröffentlichte die Britin im Jahr 1915. Kurz darauf gründete sie mit ihrem Mann den Verlag "The Hogarth Press". Neben Romanen schrieb Woolf auch Essays zur Frauenfrage wie etwa "Ein Zimmer für sich allein" von 1929. Damit wurde sie zu einer Wegbereiterin des Feminismus.
Weil sie an wiederkehrenden Depressionen litt, nahm sich Virginia Woolf am 28. März 1941 das Leben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)