25. Januar 2012 07:58 Uhr
Wer vor 10 Jahren aus Westdeutschland zum studieren in den Osten ging, wurde häufig noch schief angeschaut. Zu Unrecht, wie sich heute herausstellt. Denn: Studenten an ostdeutschen Hochschulen sind zufriedener als ihre Kommilitonen im Westen. Das ergab eine Befragung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, über die die "Süddeutsche Zeitung" vorab berichtet. Demnach gaben unter Absolventen der vergangenen zehn Jahre 87 Prozent aus dem Osten an, sie würden wieder am gleichen Ort studieren. Im Westen waren es 82 Prozent.
Besonders gut schneiden ostdeutsche Hochschulen bei der Betreuung der Studenten ab und bei der Aktualität von Lehrinhalten. Ein Ergebnis, das künftige Studenten besonders interessieren dürfte: Arbeitgeber hätten keine Vorbehalte angesichts des Studienortes. Lediglich eine kleine Abstufung gebe es. So stuften sie Personal, das im Osten studiert habe als motivierter ein, trauten ihm aber weniger internationale Kompetenz zu.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)