26. Januar 2012 06:26 Uhr
Wie wir Freundschaften schließen hat sich in rund zehntausend Jahren vermutlich kaum geändert. Das schreiben Forscher der Harvard Universität im Fachmagazin "Nature". Sie hatten eine der letzten überlebenden Gruppe von Jägern und Sammlern untersucht, den Stamm der Hadza in einer isolierten Region in Tansania. Sie ernähren sich von Wildfrüchten und jagen unter anderem Flamingos und Giraffen.
Das Forscherteam berichtet, die Hadza wählten ihre Freunde nach ähnlichen Kriterien aus wie Mitglieder in heutigen sozialen Netzwerken. So hätten beliebte Mitglieder der Hadza beispielsweise Beziehungen zu anderen beliebten Menschen gesucht. Außerdem habe es eine Vorliebe für diejenigen gegeben, die einander in punkto Alter, Größe, Stärke und Essensvorlieben ähnelten. Darin glichen sie Online-Kontakten von untersuchten US-Jugendlichen und Erwachsenen in Honduras.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)